https://www.berlin.de/polizei/polizeimeldungen/pressemitteilung.483875.php

Gestern Mittag wurde ein 26-Jähriger in Neukölln zunächst beleidigt und dann getreten. Seinen Aussagen und denen seiner 22- und 27-jährigen Begleiter zufolge, saßen die Drei gegen 13.45 Uhr vor einem Imbiss in der Sonnenallee, als ein Unbekannter sich neben sie setzte und den 26-Jährigen, vermutlich auf Grund seines weiblichen Erscheinungsbildes, anstarrte. Anschließend habe er ihn bezüglich seines Aussehens beleidigt. Kurze Zeit später seien fünf weitere Männer hinzugekommen, von denen zwei unvermittelt auf die drei eintraten und -schlugen und anschließend flüchteten. Das Opfer und seine Bekannten wurden leicht verletzt. Im Zuge der ersten Ermittlungen teilte der 26-Jährige mit, dass er bereits in der vergangenen Nacht von einem der Täter in der Sonnenallee geschlagen worden sei. Die Ermittlungen übernahm der Polizeiliche Staatsschutz des Landeskriminalamtes.

Gestern Abend wurde eine Frau in der U-Bahn in Kreuzberg angegriffen. Ihren Angaben zur Folge war sie nach 20 Uhr mit der U-Bahn der Linie 1 vom Kurfürstendamm kommend in Richtung Kottbusser Tor unterwegs, als sie von einem Mann homophob beleidigt und ins Gesicht geschlagen worden sein soll. Danach habe sie den Zug verlassen und sei mit der nächsten Bahn weiter in Richtung Kottbusser Tor gefahren. Auf dem Bahnsteig des U-Bahnhofs Kottbusser Tor habe die 29-Jährige den Täter wiedererkannt und die Polizei alarmiert. Die Beamten nahmen den 23-Jährigen vorläufig fest. Es wird nun wegen des Verdachts der Körperverletzung und der Beleidigung ermittelt.

Anlässlich des 4. Deutschen Diversity-Tages „Charta der Vielfalt“ am Dienstag, dem 7. Juni 2016, eröffnet die Polizei Berlin die Plakatausstellung „Gleichstellung weiter denken“. In der Zeit zwischen 10 und 12 Uhr findet an diesem Tag die Eröffnungsveranstaltung für geladene Gäste im Foyer des Polizeipräsidiums am Platz der Luftbrücke 6 in 12101 Berlin-Tempelhof statt. Im Anschluss ist die Ausstellung öffentlich und bis zum 30. Juni 2016 zu besichtigen.

Anlässlich des gestrigen Internationalen Tages gegen Homophobie und Transphobie am 17. Mai 2016 hisste das Polizeipräsidium Land Brandenburg u. a. auch auf Initiative des Vereines lesbischer und schwuler Polizeibediensteter Berlin-Brandenburg die Regenbogenfahne und setzte  so ein sichtbares Zeichen gegen Diskriminierung, Ausgrenzung und Gewalt gegenüber LSBTI innerhalb und außerhalb der Polizei des Landes Brandenburg. Mit diesem symbolischen Akt stärkte das Polizeipräsidium auch die Arbeit des Ansprechpartners für gleichgeschlechtliche Lebensweisen im Polizeipräsidium. VelsPol Berlin-Brandenburg sagt Danke für dieses Engagement der größten Polizeibehörde des Landes Brandenburg.

Polizeipräsident Klaus Kandt schnitt heute zum dritten Mal anlässlich des Internationalen Tages gegen Homophobie und Transphobie am 17. Mai einen „Regenbogenkuchen‟ an. An der Veranstaltung in der Eiswaldtstraße nahmen auch der Leiter der Polizeidirektion 4, Direktor beim Polizeipräsidenten Detlef Brenner, und der Leiter des Polizeiabschnitts 41, Polizeidirektor Uwe Berndt, sowie der Abgeordnete Tom Schreiber teil. Die vom Opferhilfe- und Gewaltpräventionsprojekt MANEO veranstaltete Aktion, die in diesem Jahr unter anderem auch beim Abgeordnetenhaus von Berlin, im Berliner Rathaus und bei der Berliner Feuerwehr stattfinden wird, setzt ein Zeichen für die gesamtgesellschaftliche Bekämpfung von Diskriminierung und Hassgewalt.

Quelle Foto: Kriminaloberkommissarin Maria Tischbier, Ansprechperson für LSBTI Belange der Polizei Berlin

Ein transgeschlechtlicher Mensch ist nach eigenen Angaben in der vergangenen Nacht in Kreuzberg von einer Männergruppe geschlagen worden. Gegen 2 Uhr sollen die vier bis fünf Männer die Person am Halleschen Ufer erst nach ihrem Geschlecht gefragt, anschließend „Allah Akbar“ gerufen und ihr dann dreimal gegen die Brust geschlagen haben. Außerdem sollen die Männer mit Bierflaschen gedroht haben. Erst als ein Zeuge dazukam und „Stopp“ brüllte, soll sich die aggressive Gruppe wieder entfernt haben. Die Trans-Person blieb unverletzt. Der Polizeiliche Staatsschutz des Landeskriminalamtes hat die Ermittlungen übernommen.

Polizei Berlin

In Reinickendorf kam es gestern Abend zu einem mutmaßlich transphoben Angriff, wobei das Opfer schwer verletzt ins Krankenhaus kam. Nach derzeitigen Erkenntnissen war der 47-Jährige gegen 18 Uhr am Schäfersee unterwegs, als ihn zwei Unbekannte aufgrund seiner getragenen Frauenkleidung verbal attackierten und bedrängten. Hier soll der Bedrängte nach einem Messer in seiner Jacke gegriffen haben. Einer der Täter habe ihn jedoch entwaffnet und dabei verletzt. Eine 26 Jahre alte Passantin ging dazwischen und trennte die Parteien. Das Duo entfernte sich in Richtung Simmelstraße. Plötzlich soll ein weiterer Unbekannter auf das Opfer zugegangen, es unvermittelt mit großer Gewalt ins Gesicht geschlagen und ihm dabei schwere Gesichtsfrakturen zugefügt haben. Rettungskräfte der Berliner Feuerwehr brachten den Verletzten ins Krankenhaus, wo Ärzte ihn stationär aufnahmen. Der Polizeiliche Staatsschutz des Landeskriminalamtes führt die Ermittlungen.

Polizei Berlin

Der Polizeiliche Staatsschutz hat die Ermittlungen zu einem Sachverhalt übernommen, bei dem eine 16-Jährige gemäß Zeugenaussagen gestern in Hellersdorf homophob beleidigt und leicht verletzt worden sei. Nach derzeitigen Erkenntnissen hatten zwei 24 und 26 Jahre alte Männer zunächst gegen 17 Uhr am Alice-Salomon-Platz Aufkleber mit politischen Inhalten an einem Betonsockel angebracht. Eine 16-Jährige hatte daraufhin versucht, die Aufkleber zu entfernen, woraufhin sich ein Wortgefecht zwischen ihr und dem 24-Jährigen entwickelt haben soll. Als sich daraufhin eine andere 16-Jährige schützend vor die Jugendliche stellte, soll der Mann sie homophob beleidigt haben. Daraufhin soll es zwischen ihr und dem ihr körperlich überlegenen jungen Mann zu einer körperlichen Auseinandersetzung gekommen sein, in dessen Folge die Jugendliche zu Boden ging und sich leichte Verletzungen zuzog. Die andere 16-Jährige und ein 18-jähriger Zeuge kamen ihr zu Hilfe, weil sie weitere Angriffe befürchteten, hierbei erlitt auch der 18-Jährige eine leichte Verletzung. Alarmierte Polizeibeamte nahmen die Personalien aller Beteiligten auf. Dem 24-Jährigen, bei dem eine freiwillige Atemalkoholmessung einen Wert von rund einem Promille ergab, wurde in einer Gefangenensammelstelle erkennungsdienstlich behandelt und anschließend wieder entlassen. Die leicht verletzte Jugendliche wurde ambulant in einem Krankenhaus behandelt. Die Ermittlungen wegen Körperverletzung, versuchter gefährlicher Körperverletzung, Beleidigung und Sachbeschädigung dauern an.

Schwules Museum

Unbekannte beschädigten die Scheiben eines Museums (Schwules Museum) in der Lützowstraße in Tiergarten. Ein Mitarbeiter hatte die Beschädigungen gestern Nachmittag, gegen 14 Uhr, bemerkt und die Polizei alarmiert. Der Polizeiliche Staatsschutz beim Landeskriminalamt Berlin führt die Ermittlungen.

Polizei Berlin

Polizeibeamte nahmen in der vergangenen Nacht insgesamt vier mutmaßliche Taschendiebe in Charlottenburg und Schöneberg fest.  

Immer wieder bekommt der Verein lesbischer und schwuler Polizeibediensteter Berlin-Brandenburg die Informationen, dass die Kriminalität im Schöneberger Kiez zugenommen hat und es wird gefordert, dass die Polizei tätig werden soll und muss. Wir weisen immer wieder hin, dass das gefühlte Ansteigen der Kriminalität nicht ausreicht. Bei Straftaten, egal welcher Art ist es dringend geboten, auch eine Anzeige zu erstatten.

Gestern kam es in den Nachtstunden wieder zu sogenannten Antanztaten am Kurfürstendamm und am Savignyplatz, aber auch in der Schöneberger Fuggerstraße wurde ein 24jähriger Opfer einer derartigen Straftat.

Pressemeldung der Polizei Berlin:

https://www.berlin.de/polizei/polizeimeldungen/pressemitteilung.448634.php

Kurz nach Mitternacht kamen zwei Unbekannte mit derselben Masche auf einen 24-Jährigen in der Fuggerstraße zu. Nach dem Antanzen bemerkte er das Fehlen seines Portemonnaies, welches er in seiner Jackenaußentasche getragen hatte. Als er die Männer daraufhin ansprach, warfen sie ihm die Geldbörse vor die Füße. Anschließend flüchtete das Duo in Richtung Martin-Luther-Straße. Der 24-Jährige stellte anschließend fest, dass sein Geld aus dem Portemonnaie fehlte. Polizisten nahmen kurz danach zwei Tatverdächtige in der Motzstraße fest. Die beiden Männer im Alter von 19 und 28 Jahren wurden ebenfalls dem Fachkommissariat des Landeskriminalamtes überstellt, welches die weiteren Ermittlungen übernommen hat.  

Polizei Brandenburg

Durch einen Facebook-Eintrag vom 18.02.2016 wurde dem Verein lesbischer und schwuler Polizeibediensteter Berlin-Brandenburg bekannt, dass es an einer Bushaltestelle in Blankenfelde (Landkreis Teltow-Fläming) zu einer homophoben Schmiererei kam. Zwischenzeitlich wurde bei der Staatsanwaltschaft Berlin eine Strafanzeige gegen unbekannt erstattet.

Hier der Text der Mitteilung des Vorfalles auf Facebook:

"... Ich bin in den Gemeinden ?#?Rangsdorf? und ?#?Blankenfelde? aufgewachsen und hier seit 2006 ansässig.
Bisher hatte ich nie das Gefühl in der Gemeinde bedroht, gefährdet o.ä. zu sein. Denn auch im Zuge unserer Neuankömmlinge habe ich keine schlechten Erfahrungen machen müssen.

Heute rief mich mein älterer Bruder an um mich darauf aufmerksam zu machen, was für eine ?#?Schmiererei? direkt in meinem Wohnumfeld prangert: "Fuck "?#?NoGays?", so lautet die in Rot verfasste Botschaft an der Bushaltestelle Max-Liebermann-Ring.

Ich bin entsetzt und schier in Rage über diese Hassbotschaft in meinem direkten Wohnumfeld, da unsere schöne Gemeinde nie als homo- oder transfeindlich galt, ich hier schließlich 2010 geheiratet habe (einen Mann) und mehrere Homosexuelle in der Gemeinde kenne!

Ich halte solche Aussagen auch nicht für dumme Kinderstreiche - für dumm, ignorant und menschenverachtend allemal!

Wir schreiben das Jahr 2016 und in den Köpfen mancher Mitbürger lebt scheinbar das Mittelalter ...wobei ich anmerken möchte, dass im Mittelalter weniger offener Hass einem entgegensprang, weil man liebte, wen man liebte !!!

Ich kann nur eines sagen: ich lasse mich weder einschüchtern noch aus der Gemeinde verschrecken! ..."

Fotos (gefertigt von B. G.):