VelsPol Berlin-Brandenburg

Das Mitarbeiternetzwerk für LSBTI in Polizei und Justiz.

VelsPol News

Am heutigen Donnerstag wurde im brandenburgischen Landtag ein gemeinsamer von der SPD, den Linken und den Grünen eingereichter Antrag zur Schaffung eines Aktionsplanes für Akzeptanz von geschlechtlicher und sexueller Vielfalt, für Selbstbestimmung und gegen Homo- und Transphobie in Brandenburg (Drucksache 6/4295) beraten und angenommen. 

Im Sommer letzten Jahres kam es in der Fuggerstraße in Schöneberg zu einer Schlägerei zwischen mehreren Personen vor einem Lokal. Für Tom Schreiber, Mitglied des Abgeordnetenhauses von Berlin und queerpolitischer Sprecher der SPD-Fraktion, war es ein Grund zur Thematik der "Kriminalität im Regenbogenkiez" (Drucksache 17 / 16631) eine schriftliche Anfrage an den Senat von Berlin zu stellen. Nun stellte er zur Thematik "Kriminalität im Regenbogenkiez II - Was wurde unternommen? (Drucksache 17 / 18430) an den Senat eine erneute schriftliche Anfrage und wollte wissen, was sich seit dem getan hat.

Dialogforum - Johannes Kahrs

Am heutigen Donnerstag lud die Bundestagsfraktion der SPD zu einem Dialogforum zu einem Nationalen Aktionsplan gegen Trans- und Homophobie in den Deutschen Bundestag ein. Begrüßt wurden die Vertreter der verschiedenen LSBTI Organisationen vom Bundestagsabgeordneten Herrn Johannes Kahrs. In seiner Begrüßung erwähnte er, dass es dringend geboten ist in der derzeitigen Legislaturperiode einen gesamtgesellschaftlichen Nationalen Aktionsplan gegen Trans- und Homophobie auf den Weg zu bringen und auch zu verabschieden. Einen wichtigen Beitrag hierzu sah er auch die die am gestrigen Tage durch die Antidiskriminierungsstelle des Bundes erneut angestoßene Debatte zur Rehabilitierung der nach 1945 nach dem § 145 StGB verurteilten Homosexuellen an.

Präsidium Land Brandenburg

Am Nachmittag des 08. April 2016 führte der Vorstand des Vereines lesbischer und schwuler Polizeibediensteter Berlin-Brandenburg ein fast zweistündiges Arbeitsgespräch in Potsdam mit dem Polizeipräsidenten, Herrn Hans-Jürgen Mörke.

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Anlässlich des Internationalen Tages gegen Homo- und Transphobie am 17. Mai 2016 startete das Berliner Anti-Gewalt-Projekt für lesbische und bisexuelle Frauen: L-Support.

Straftaten, Gewaltvorfälle und Angriffe auf Lesben bzw. bisexuelle Frauen spielen in der öffentlichen Wahrnehmung bis heute eine untergeordnete Rolle. Bei der Polizei werden im Vergleich zur antischwulen Gewalt weit weniger Taten angezeigt. Im Jahr 2014 wurden in Berlin lediglich drei Anzeigen zu Straftaten, die auf Grund lesbenfeindlicher Motive begangen wurden, erstattet. Ein projektgeführtes Meldesystem oder eine Möglichkeit, Vorfälle – auch ohne Anzeige erstattet zu haben – registrieren zu lassen, existiert nicht. Es liegen daher kaum Erkenntnisse zu vorurteilsmotivierten Angriffen auf homo- bzw. bisexuelle Frauen vor.

L-Support möchten helfen, dies zu verändern und hat sich aus diesem Grund als Anti-Gewalt-Projekt gegründet. L-Support

  • erfasst und dokumentiert Vorfälle
  • bietet Opferhilfe
  • ist regelmäßig über eine Hotline erreichbar
  • berät
  • geht an die Öffentlichkeit
  • wirkt gewaltpräventiv
  • fördert zivilgesellschaftliches Engagement

Hotline: 030 / 2162299

Samstag und Sonntag von 17 - 19 Uhr

Im vergangenen Monat fand am 15. und 16. April das Boardmeeting der European LGBT Police Association (EGPA) im Polizeipräsidium Berlin statt. Begrüßt wurden die Teilnehmer aus den Niederlanden, der Schweiz, Frankreich, Spanien, Irland, Belgien, Großbritannien und Deutschland durch den Polizeipräsidenten, Herrn Klaus Kandt. Der Polizeipräsident wünschte allen für die anstehenden wichtigen Diskussionen rund um die Neuausrichtung des Europäischen Verbandes viel Erfolg und betonte wie wichtig die Arbeit des Verbandes innerhalb der Polizei und auch die Wirkung in die Community hinein ist.

Mit Verwunderung und Überraschung nahm unser Mitarbeiternetzwerk den Beitrag der BZ vom 10. April 2016 zur Kenntnis. Homophobe Übergriffe von Polizistinnen und Polizisten gegenüber Lesben, Schwulen, Bisexuellen, Trans*- und Intersexuellen (LSBTI) sind uns nicht bekannt. Seit über 20 Jahren leistet die Polizei mit ihren Ansprechpersonen für LSBTI in Berlin und auch in Brandenburg, sowie die neu eingerichteten MultiplikatorInnen in einigen Polizeidirektionen der Polizei Berlin im Bereich der Sensibilisierung von Kolleginnen und Kollegen zum Thema LSBTI eine sehr gute und erfolgreiche Arbeit. Daher ist die Aktion der Lesbenberatung Berlin unverständlich. In den vergangenen Jahren mussten wir immer wieder feststellen, dass sich eine Zusammenarbeit der Lesbenberatung mit der Polizei Berlin und auch unserem Netzwerk in vielen Bereichen eher schwierig gestaltet. Es besteht intensiver Klärungsbedarf von Seiten der Lesbenberatung und auch von Seiten der LADS.

Kommende Veranstaltungen

International MANEO Confe...

November
Donnerstag
30
Informationen zur Conference und zur Anmeldung: http://imc.maneo-forum.eu/ Bündnisse schaffen. Ausgrenzung und vorurteilsmotivierte Kriminalität gegen LSBT* verhindern. Gewaltprävention...
09:00
VelsPol Deutschland

VelsPol Stammtisch

Dezember
Mittwoch
06
Der monatliche Stammtisch zum Quatschen, Klönen und zum Austausch von Neuigkeiten.
19:00
VelsPol Berlin-Brandenburg

VelsPol go to Weihnachtst...

Dezember
Samstag
16
Wir begehen den Jahresausklang bei Glühwein, Feuerzangenbowle und Kartoffelpuffer in der Baude der Weihnachtsterrasse. Ein Überraschung ist in Vorbereitung.
15:00
VelsPol Berlin-Brandenburg

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