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Polizeimeldungen

Aus einer Gruppe von Frauen, Kindern und Männern heraus wurde gestern Nachmittag in Neukölln ein Mann homophob beleidigt und angegriffen. Nach Angaben des 35-Jährigen sei er gegen 14.50 Uhr auf dem Hermannplatz an der Gruppe, seiner Vermutung nach eine Familie, vorbei gelaufen und sei von den Frauen und Kindern wegen seiner sexuellen Orientierung und wegen eines an einer Halskette getragenen Kreuzes beschimpft und beleidigt worden. Die Männer der Gruppe sollen ihn dann geschlagen und getreten und einen Finger umgeknickt haben. Einer beherzt eingreifenden, unbekannt gebliebenen Passantin sei es gelungen, den Angegriffenen in ein nahe gelegenes Lokal in Sicherheit zu bringen, von wo aus die Polizei gerufen wurde. Die alarmierten Beamten trafen wenig später weder die Helferin noch die Gruppe an. Der 35-Jährige wurde zur ambulanten Behandlung mit einem Rettungswagen in ein Krankenhaus gebracht. Die weiteren Ermittlungen hat der polizeiliche Staatsschutz beim Landeskriminalamt übernommen.

In Schöneberg zeigten heute Nachmittag zwei Männer an, sie seien von einem Unbekannten beleidigt und attackiert worden. Nach Angaben der beiden 44 und 45 Jahre alten Männer waren sie gegen 15 Uhr in der Dominicusstraße unterwegs, als sich ihnen von hinten ein Mann näherte, sich homophob äußerte und die beiden anspuckte. Anschließend soll der Unbekannte sie geschubst haben und den Jüngeren zudem in den Rücken getreten haben, bevor er sich entfernte. Der 44-Jährige klagte über Rückenschmerzen, verzichtete jedoch zunächst auf eine ärztliche Behandlung. Die Polizeibeamten schrieben Strafanzeigen wegen Körperverletzung und Beleidigung. Der Polizeiliche Staatsschutz hat die weiteren Ermittlungen übernommen.

Der Polizeiliche Staatsschutz des Landeskriminalamtes Berlin hat die Ermittlungen zu Straftaten mit homophoben Hintergrund gestern Nachmittag in Tiergarten und heute früh in Schöneberg übernommen.

Gegen 17.30 Uhr alarmierte ein Zeuge die Polizei in den Großen Tiergarten. Vor Ort gab der 31-Jährige an, dass er mit seiner Freundin im Park joggen war, als beide von einem 39-jährigen Mann angesprochen wurden. Dieser schilderte den beiden, dass er im Park unterwegs war und von einem unbekannten Mann aus einer vierköpfigen Männergruppe heraus homophob beleidigt worden sein soll. Anschließend soll ihn derselbe Mann zu Boden gestoßen und ihm mehrmals mit der Faust ins Gesicht geschlagen haben. Der Mann soll sich dann das Funktelefon und die Geldbörse des Angegriffenen genommen haben. Anschließend flüchtete er zusammen mit den drei anderen Männern, die sich an dem Angriff nicht beteiligt haben sollen. Der 39-Jährige erlitt leichte Kopfverletzungen, welche nicht behandelt werden mussten.

Beamte des Polizeiabschnitts 41 wurden gegen 4.30 Uhr in der Eisenacher Straße von einem 25-jährigen Mann angesprochen. Dieser gab an, dass er in der Motzstraße vor einer Bar stand, als eine Frau und ein Mann auf ihn zukamen und er von der unbekannten Frau angerempelt sowie homophob beleidigt worden sein soll. Zu der Frau soll der Beleidigte dann gesagt haben, dass er sie anzeigen und bis zum Eintreffen der Polizei festhalten werde. Daraufhin soll ihm der Mann mit der Faust ins Gesicht geschlagen haben. Im Anschluss flüchteten die beiden in Richtung Martin-Luther-Straße. Die leichten Kopfverletzungen des 25-Jährigen mussten nicht ärztlich versorgt werden.

Zu einem Übergriff kam es heute in den frühen Morgenstunden in Schöneberg. Nach den bisherigen Erkenntnissen befanden sich drei Männer im Alter von 27, 28 und 29 Jahren gegen 3.50 Uhr im Kreuzungsbereich Maaßenstraße/Nollendorfstraße. Vier Personen verließen zur gleichen Zeit ein Wohnhaus und einer von ihnen soll die drei homophob beleidigt und unvermittelt den 29-Jährigen geschlagen haben. Kurz darauf sollen mehrere Glasflaschen in Richtung des Trios geworfen worden sein, die jedoch keine der Personen trafen. Anschließend soll der Schläger erneut ausgeholt und dem 28-Jährigen einen Kinnhaken versetzt haben. Danach flüchteten die Täter. Alarmierte Polizeibeamte konnten trotz intensiver Suche keine Tatverdächtigen feststellen. Die beiden Geschlagenen wurden leicht verletzt. Die Angegriffenen gaben bei der Anzeigenaufnahme den Beamten gegenüber an, nicht homosexuell zu sein. Die Ermittlungen dauern an.

Gestern Mittag wurde ein Mann in Mitte mit Fäusten in den Rücken geschlagen. Den Angaben des 46 Jahre alten Opfers und seines 26-jährigen Lebensgefährten zufolge seien beide Hand in Hand gegen 13 Uhr die Münzstraße entlang gegangen. Ein Mann lief plötzlich dicht hinter ihnen. An der Ecke Neue Schönhauser Straße habe der 46-Jährige ihn angesprochen, er solle nicht so dicht hinter ihnen laufen. Dieser habe sein Tun aber weiter fortgesetzt und dem 46-Jährigen außerdem mit den Fäusten in den Rücken geschlagen. Alarmierten Polizisten sagte der 45-Jährige dann später, ihm habe es nicht gepasst, dass das Paar Hand in Hand gelaufen sei. Geschlagen habe er ihn allerdings nicht, so seine Aussage. Der 46-Jährige trug leichte Verletzungen davon. Die Polizisten brachten den vorläufig Festgenommenen zu einer Gefangenensammelstelle, in der er sich einer erkennungsdienstlichen Behandlung unterziehen musste, bevor er seinen Weg fortsetzen durfte.

In der vergangenen Nacht wurde ein Mann in Mitte homophob beleidigt. Den Angaben des alkoholisierten 19-Jährigen zufolge traf er gegen 1.30 Uhr am Alexanderplatz auf eine Gruppe junger Männer. Aus der Gruppe heraus soll er homophob beleidigt worden sein. Alarmierte Polizisten stellten wenig später fünf Personen fest, von denen zwei, 17 und 18 Jahre alt, als tatverdächtig gelten. Die Ermittlungen übernahm der Polizeiliche Staatsschutz beim Landeskriminalamt.

Zwei Frauen alarmierten gestern am späten Nachmittag die Polizei in die Kopenhagener Straße nach Prenzlauer Berg. Das lesbische Paar gab den Polizisten gegenüber an, dass sie sich gegen 18 Uhr im Außenbereich eines Cafés befanden und küssten, als ein Radfahrer anhielt und die beiden Frauen, im Alter von 27 und 26 Jahren, homophob und volksverhetzend beschimpfte. Der unbekannte Radfahrer setzte im Anschluss seine Fahrt fort. Der Polizeiliche Staatsschutz beim Landeskriminalamt führt die Ermittlungen.

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