VelsPol Berlin-Brandenburg

Das Mitarbeiternetzwerk für LSBTI in Polizei und Justiz.

Polizeimeldungen

Anlässlich des 4. Deutschen Diversity-Tages „Charta der Vielfalt“ am Dienstag, dem 7. Juni 2016, eröffnet die Polizei Berlin die Plakatausstellung „Gleichstellung weiter denken“. In der Zeit zwischen 10 und 12 Uhr findet an diesem Tag die Eröffnungsveranstaltung für geladene Gäste im Foyer des Polizeipräsidiums am Platz der Luftbrücke 6 in 12101 Berlin-Tempelhof statt. Im Anschluss ist die Ausstellung öffentlich und bis zum 30. Juni 2016 zu besichtigen.

Anlässlich des gestrigen Internationalen Tages gegen Homophobie und Transphobie am 17. Mai 2016 hisste das Polizeipräsidium Land Brandenburg u. a. auch auf Initiative des Vereines lesbischer und schwuler Polizeibediensteter Berlin-Brandenburg die Regenbogenfahne und setzte  so ein sichtbares Zeichen gegen Diskriminierung, Ausgrenzung und Gewalt gegenüber LSBTI innerhalb und außerhalb der Polizei des Landes Brandenburg. Mit diesem symbolischen Akt stärkte das Polizeipräsidium auch die Arbeit des Ansprechpartners für gleichgeschlechtliche Lebensweisen im Polizeipräsidium. VelsPol Berlin-Brandenburg sagt Danke für dieses Engagement der größten Polizeibehörde des Landes Brandenburg.

Ein transgeschlechtlicher Mensch ist nach eigenen Angaben in der vergangenen Nacht in Kreuzberg von einer Männergruppe geschlagen worden. Gegen 2 Uhr sollen die vier bis fünf Männer die Person am Halleschen Ufer erst nach ihrem Geschlecht gefragt, anschließend „Allah Akbar“ gerufen und ihr dann dreimal gegen die Brust geschlagen haben. Außerdem sollen die Männer mit Bierflaschen gedroht haben. Erst als ein Zeuge dazukam und „Stopp“ brüllte, soll sich die aggressive Gruppe wieder entfernt haben. Die Trans-Person blieb unverletzt. Der Polizeiliche Staatsschutz des Landeskriminalamtes hat die Ermittlungen übernommen.

Polizei Berlin

Der Polizeiliche Staatsschutz hat die Ermittlungen zu einem Sachverhalt übernommen, bei dem eine 16-Jährige gemäß Zeugenaussagen gestern in Hellersdorf homophob beleidigt und leicht verletzt worden sei. Nach derzeitigen Erkenntnissen hatten zwei 24 und 26 Jahre alte Männer zunächst gegen 17 Uhr am Alice-Salomon-Platz Aufkleber mit politischen Inhalten an einem Betonsockel angebracht. Eine 16-Jährige hatte daraufhin versucht, die Aufkleber zu entfernen, woraufhin sich ein Wortgefecht zwischen ihr und dem 24-Jährigen entwickelt haben soll. Als sich daraufhin eine andere 16-Jährige schützend vor die Jugendliche stellte, soll der Mann sie homophob beleidigt haben. Daraufhin soll es zwischen ihr und dem ihr körperlich überlegenen jungen Mann zu einer körperlichen Auseinandersetzung gekommen sein, in dessen Folge die Jugendliche zu Boden ging und sich leichte Verletzungen zuzog. Die andere 16-Jährige und ein 18-jähriger Zeuge kamen ihr zu Hilfe, weil sie weitere Angriffe befürchteten, hierbei erlitt auch der 18-Jährige eine leichte Verletzung. Alarmierte Polizeibeamte nahmen die Personalien aller Beteiligten auf. Dem 24-Jährigen, bei dem eine freiwillige Atemalkoholmessung einen Wert von rund einem Promille ergab, wurde in einer Gefangenensammelstelle erkennungsdienstlich behandelt und anschließend wieder entlassen. Die leicht verletzte Jugendliche wurde ambulant in einem Krankenhaus behandelt. Die Ermittlungen wegen Körperverletzung, versuchter gefährlicher Körperverletzung, Beleidigung und Sachbeschädigung dauern an.

Polizeipräsident Klaus Kandt schnitt heute zum dritten Mal anlässlich des Internationalen Tages gegen Homophobie und Transphobie am 17. Mai einen „Regenbogenkuchen‟ an. An der Veranstaltung in der Eiswaldtstraße nahmen auch der Leiter der Polizeidirektion 4, Direktor beim Polizeipräsidenten Detlef Brenner, und der Leiter des Polizeiabschnitts 41, Polizeidirektor Uwe Berndt, sowie der Abgeordnete Tom Schreiber teil. Die vom Opferhilfe- und Gewaltpräventionsprojekt MANEO veranstaltete Aktion, die in diesem Jahr unter anderem auch beim Abgeordnetenhaus von Berlin, im Berliner Rathaus und bei der Berliner Feuerwehr stattfinden wird, setzt ein Zeichen für die gesamtgesellschaftliche Bekämpfung von Diskriminierung und Hassgewalt.

Quelle Foto: Kriminaloberkommissarin Maria Tischbier, Ansprechperson für LSBTI Belange der Polizei Berlin

Polizei Berlin

In Reinickendorf kam es gestern Abend zu einem mutmaßlich transphoben Angriff, wobei das Opfer schwer verletzt ins Krankenhaus kam. Nach derzeitigen Erkenntnissen war der 47-Jährige gegen 18 Uhr am Schäfersee unterwegs, als ihn zwei Unbekannte aufgrund seiner getragenen Frauenkleidung verbal attackierten und bedrängten. Hier soll der Bedrängte nach einem Messer in seiner Jacke gegriffen haben. Einer der Täter habe ihn jedoch entwaffnet und dabei verletzt. Eine 26 Jahre alte Passantin ging dazwischen und trennte die Parteien. Das Duo entfernte sich in Richtung Simmelstraße. Plötzlich soll ein weiterer Unbekannter auf das Opfer zugegangen, es unvermittelt mit großer Gewalt ins Gesicht geschlagen und ihm dabei schwere Gesichtsfrakturen zugefügt haben. Rettungskräfte der Berliner Feuerwehr brachten den Verletzten ins Krankenhaus, wo Ärzte ihn stationär aufnahmen. Der Polizeiliche Staatsschutz des Landeskriminalamtes führt die Ermittlungen.

Schwules Museum

Unbekannte beschädigten die Scheiben eines Museums (Schwules Museum) in der Lützowstraße in Tiergarten. Ein Mitarbeiter hatte die Beschädigungen gestern Nachmittag, gegen 14 Uhr, bemerkt und die Polizei alarmiert. Der Polizeiliche Staatsschutz beim Landeskriminalamt Berlin führt die Ermittlungen.

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